Ser im Alltag
So verwendest du die geschlechtsneutrale Anrede – in Briefen, E-Mails, am Telefon und bei Behörden.

Verwendungsbeispiele
Bisherig
Sehr geehrte Frau Müller / Sehr geehrter Herr Müller
Mit Ser
Sehr geehrtes Ser Müller
Die neutrale Endung „-es" passt zu Ser, da weder die weibliche Form (-e) noch die männliche (-er) zutrifft.
Bisherig
Liebe Frau Schmidt / Lieber Herr Schmidt
Mit Ser
Liebes Ser Schmidt
Alternativ: „Hallo Ser Schmidt" – weniger formell, aber genauso respektvoll.
Bisherig
Guten Tag, Frau Ehre
Mit Ser
Guten Tag, Ser Ehre
Natürlich und intuitiv – die meisten Menschen verstehen es sofort.
Bisherig
Herr/Frau Ehre, Ihr Antrag ...
Mit Ser
Ser Ehre, Ihr Antrag wurde bearbeitet.
Ideal für Ämter und Behörden, die inklusiv kommunizieren möchten.
Bisherig
Guten Tag, Herr/Frau Müller. Wie kann ich Ihnen helfen?
Mit Ser
Guten Tag, Ser Müller. Wie kann ich Ihnen helfen?
Ser wird wie Herr/Frau als formelle Anrede vor dem Nachnamen verwendet – nicht als einzelner Titel.
Bisherig
Herr ▼ / Frau ▼ / Divers ▼
Mit Ser
Ser ▼ (zusätzliche Option)
Unternehmen können Ser als weitere Anrede-Option in Formularen anbieten.
Grammatik-Leitfaden
Anrede & Titel
| Kontext | Männlich | Weiblich | Ser |
|---|---|---|---|
| Anrede | Herr | Frau | Ser |
| Formell | Sehr geehrter | Sehr geehrte | Sehr geehrtes |
| Informell | Lieber | Liebe | Liebes |
| Pronomen | er/ihm | sie/ihr | ser/sem* |
* Pronominalformen sind ein Vorschlag und können je nach persönlicher Präferenz variieren.
Für Unternehmen
Inklusive Sprache ist nicht nur respektvoll – sie ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Unternehmen, die Vielfalt leben, ziehen Talente an und stärken ihre Marke.
Empfehlungen:
- • „Ser" als Anrede-Option in Formularen und CRM-Systemen hinzufügen
- • Mitarbeitende über geschlechtsneutrale Anrede informieren
- • E-Mail-Vorlagen und Briefköpfe um Ser ergänzen
- • Pronomen-Felder in internen Systemen ermöglichen
- • Schulungen zu inklusiver Kommunikation anbieten

Werde Teil der Veränderung
Jedes Mal, wenn Ser verwendet wird, wird es normaler. Sprache verändert Denken – und Denken verändert die Welt.